Di
13
Sep
2011
Gebet - und Gott heilt!
Timmy Kazoura, Pastor im Jesus-Zentrum in Ulm, begrüßte das Team von Young-Mission so überschwänglich, wie es wahrscheinlich nur ein Israeli kann. Beinahe 40 Jugendliche waren angereist und voller Erwartung, was Gott in dieser Woche tun würde. Über mehrere Monate hinweg hatte die Gemeinde intensiv für diesen Einsatz und die damit verbundene Evangelisation mit Mission Peter Franz gebetet - und man merkte es an allen Ecken und Enden.
Frau Schwarz, eine ältere Dame, war vor 15 Wochen gestürzt und hatte sich dabei an ihrer rechten Schulter verletzt. Der Muskel war angerissen und außerdem diagnostizierten die Ärzte Arthorse. Die Folgen des Sturzes waren sehr schmerzhaft und schränkten die Beweglichkeit der Schulter stark ein. Das Anziehen einer Hose wurde zur Tortour und auch das Heben des Armes war über eine gewisse Höhe hinaus unmöglich. Verschiedene Therapien und Krankengymnastik bescherten keine Besserung. Eine vom Hausarzt dringend empfohlene Operation war für den 16. September angesetzt.
David, ein Teilnehmer von Young-Mission, kam mit Frau Schwarz ins Gespräch und erinnerte sich ganz kühn an das Teaching vom Vormittag: „Gott heilt!“ Mutig bot er an, für die Schulter zu beten, was Frau Schwarz auch gerne annahm. „Beim ersten Mal hat es noch nicht funktioniert! Aber beim dritten Mal waren alle Schmerzen weg“, erklärte sie später selbst. Auf der Stelle ging sie zum Arzt und ließ sich ihre Heilung gleich offiziell bestätigen.
Einen Tag später besuchte sie uns wieder an unserem Infostand in der Ulmer Innenstadt und erzählte wie sie zuhause gleich ihre Fenster geputzt hatte - kann es einen schöneren Beweis für vollständige Heilung geben?
Nur wenige Stunden später beteten zwei Jugendliche für eine ältere Frau, die seit über 10 Jahren ihren Arm nicht mehr heben konnte, weil sie so starke Schmerzen in der Schulter hatte. Als sie das erste Mal für sie beteten, wurde es schon etwas besser und sie konnte spontan ihren Arm bis auf Brusthöhe heben. Voller Begeisterung und Glauben holten sie Pastor Timmy Kazoura hinzu und gemeinsam beteten sie für komplette Heilung. Gott ist ein Gott der Wunder tut - und er macht keine halben Sachen. Am Ende des Gebetes konnte sie nach über 10 Jahren zum ersten Mal wieder ihre Hand auf ihren Kopf heben.
Ein Physiotherapeut der Ulmer Gemeinde erklärte uns später, „dies ist rein medizinisch ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn jemand seinen Arm seit über 10 Jahren nicht mehr heben konnte, ist das Schultergelenk dermaßen versteift und „eingerostet“, dass es selbst unter Narkose unmöglich wäre, dieses Gelenk zu bewegen. Dies ist definitiv ein Wunder.“
Nicht nur auf der Straße auch an den abendlichen evangelistische Gottesdiensten geschahen fantastische Dinge. Tabea, eine junge Frau aus der Ulmer Gemeinde, litt seit einem halben Jahr unter Laktoseintoleranz. Jeder Verzehr von Milchprodukten war völlig unmöglich. Schon ein Schluck Milch oder das Essen eines Eis verursachte heftige Magenkrämpfe und Durchfall. Als am Abend angeboten wurde, für Kranke zu beten, ging sie auf Armin, einen Teilnehmer von Young Mission zu. Ohne wirklich zu verstehen, was Laktoseintoleranz ist, betete Armin im Glauben für Tabea. Einem Impuls Gottes folgend, wurde Tabea von Armin ermutigt, vor der versammelten Gemeinde ein Glas Milch zu trinken, um dadurch ihrem Glauben Werke zu schenken. Anfänglich noch zögernd, trank sie mutig das komplette Glas Milch - und hoffte auf Gottes Eingreifen.
Als wir Tabea am nächsten Tag wieder trafen und sie natürlich sofort fragten, wie ihr das Glas Milch bekommen sei, erzählte sie strahlend: „Mir geht es fantastisch. Heute Morgen habe ich gleich noch ein Müsli und heute Nachmittag ein Eis gegessen. Gott hat mich tatsächlich geheilt.“
Der Jubel der Jugendlichen und auch der Gemeinde fiel bei so vielen Heilungen dementsprechend groß und laut aus. Nichtsdestotrotz bleibt es das größte Wunder wenn Menschen verstehen, dass Jesus für ihre Schuld gestorben ist und sie dies für ihr sich in Anspruch nehmen.
Der Himmel muss in dieser Woche gejubelt haben. Innerhalb einer Woche konnten die Jugendlichen mit beinahe 50 Menschen ein Übergabegebet auf der Straße beten. Die Zeilen reichen nicht aus, um alles zu berichten.
Es war am letzten Tag als Susann erschöpft von einer langen Woche und durch Krankheit geschwächt, den Einsatz etwas früher abbrach und einfach nur noch schnell nach Hause wollte. Der kürzeste Weg wäre direkt durch die Fußgängerzone gewesen, aber innerlich empfand sie ein Drängen. Sie wollte nicht den Umweg über den Park machen, aber ihn sich spürte sie, Gott wollte genau dies. Dem Impuls Gottes gehorsam, ging sie durch den Park und sah, wie Sandra mit dem Rücken zu ihr auf einer Parkbank saß. Ganz zu Beginn der Woche hatte sie bereits mit Sandra gesprochen. Sie war total suchend und offen. So sehr sie sich jedoch wünschte, dass es einen Gott gibt, der sie liebt, so wenig war es ihr möglich an eben dessen Existenz zu glauben.
Susann ging um die Bank und Sandra starrte sie mit offenen Augen an und Tränen fingen an, ihr über die Wangen zu laufen. „Sandra, was ist los? Ist irgendetwas passiert?“, fragte Susann nach. „Ich hatte nach unserem Gespräch einen Deal mit Gott gemacht. Ich habe ihm gesagt: Gott wenn es dich gibt, dann musst du machen, dass ich Susann noch einmal treffe.“
Es brauchte nicht mehr viel Erklärung. Gott hatte in Sandras Leben gesprochen und der Umweg hatte sich gelohnt. Ein weiterer Mensch lud Jesus in sein Leben ein und sorgte für Freude im Himmel.
Es ist so wahr, was Matth. 9,37 sagt: "Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige." Deshalb werden wir auch weiterhin rausgehen und Menschen von Jesus erzählen.